Basset Hound: Charakter, Haltung & Pflege – Der treue Begleiter mit Herz

Mit seinen traurigen Augen und kurzen Beinen ist der Basset Hound einer der bekanntesten Hunde – doch hinter der Fassade steckt ein sturer Jagdhund mit zweitbester Spürnase. Wer diese Rasse halten will, muss ihre gesundheitlichen Risiken und Erziehungstücken kennen. Ein ehrlicher Blick auf die unangenehmen Seiten des beliebten Vierbeiners.

Basset Hound: Charakter, Haltung & Pflege – Der treue Begleiter mit Herz

Der Basset Hound: Mehr als nur traurige Augen und kurze Beine

Wenn ich an Basset Hounds denke, fällt mir zuerst ein Bild ein: ein Hund, der aussieht, als hätte ihm jemand den letzten Keks geklaut – und dabei ist sein Futternapf noch halb voll. Dieses Gesicht mit den Falten und den hängenden Lidern ist eines der bekanntesten der Hundewelt. Aber hinter dieser melancholischen Fassade steckt ein erstaunliches Nasentier mit einer Sturheit, die selbst erfahrene Hundehalter an den Rand der Verzweiflung treiben kann. Kaum eine Rasse wird so häufig unterschätzt – und so oft falsch gehalten.

Ich habe selbst drei Jahre mit einem Basset Rüden namens Bruno verbracht, bevor ich ihn abgeben musste. Das klingt hart, aber manchmal ist genau das die verantwortungsvollste Entscheidung. Und genau über diese ehrlichen, unangenehmen Seiten der Rasse möchte ich hier schreiben – nicht nur über die niedlichen Schlappohren.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Basset Hound hat nach dem Bloodhound die zweitbeste Nase der Welt – mit rund 220 Millionen Riechzellen, das ist etwa 22-mal mehr als beim Menschen
  • Seine kurzen Beine sind kein Designfehler, sondern das Ergebnis einer gezielten Zucht für die Jagd zu Fuß – der Mensch konnte dem Hund problemlos hinterherlaufen
  • Die Rasse ist prädestiniert für Ohrinfektionen, Rückenprobleme und Magendrehung – bei der Anschaffung sollten Sie diese Risiken ernst nehmen
  • Basset Hounds sind keine Anfängerhunde: Ihre Sturheit kombiniert mit einem Jagdtrieb, der jede Fährte einer zurückgerufenen Leckerei vorzieht, fordert Erfahrung
  • Ein Basset Hound kostet über seine Lebenszeit von etwa 10 bis 12 Jahren zwischen 15.000 und 25.000 Euro – wer das nicht einplanen kann, sollte Abstand nehmen

Warum der Basset Hound aussieht, wie er aussieht – und was das für Sie bedeutet

Wir sollten mit einem Missverständnis aufräumen. Der Basset Hound ist keine moderne Designerzüchtung, die auf Instagram funktionieren soll. Seine auffällige Erscheinung – die kurzen, krummen Beine, der lange Rücken, die massiven Pfoten und die überdimensionalen Ohren – ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen Jagdgeschichte. Bereits im 16. Jahrhundert nutzten französische Jäger kurzbeinige Laufhunde für die Niederwildjagd zu Fuß. Die systematische Zucht in England ab etwa 1866 verfeinerte diese Eigenschaften gezielt.

Warum der Basset Hound aussieht, wie er aussieht – und was das für Sie bedeutet

Und genau hier liegt das Problem für viele moderne Halter. Der Basset ist ein Laufhund durch und durch. Er wurde nicht gezüchtet, um gemütlich auf dem Sofa zu liegen – obwohl er das mit Begeisterung tut –, sondern um stundenlang eine Fährte zu verfolgen, mit der Nase am Boden und einem Laut, der melodiöser nicht sein könnte.

Als ich Bruno zum ersten Mal im Freilauf testete, dachte ich: "Der ist doch viel zu langsam, um abzuhauen." Ein Irrtum. Bassets sind keine Sprinter, aber sie sind ausdauernde Wanderer mit einem unglaublichen Durchhaltevermögen, wenn ihre Nase etwas Spannendes gefunden hat. Meine erste Lektion kaufte ich mit drei Stunden nächtlicher Suche im Wald, weil Bruno die Fährte eines Rehs aufgenommen hatte und einfach weitergelaufen war – quer durch Unterholz, Wiesen und Bäche.

Seine feuchte Nase ist übrigens die zweitleistungsfähigste der Hundewelt, direkt nach der des Bloodhounds. Mit etwa 220 Millionen Riechzellen nimmt er Gerüche wahr, die für uns Menschen unvorstellbar sind. Diese Fähigkeit ist kein nettes Extra – sie bestimmt sein gesamtes Verhalten. Ein Basset, der eine interessante Fährte aufnimmt, nimmt seine Umgebung nicht mehr wahr. Kein Futter, kein Spielzeug, keine Stimme erreicht ihn dann noch.

Die krummen Beine und der lange Rücken – eine tickende Zeitbombe?

Jetzt wird es unangenehm. Die Zucht hat dem Basset Hound nicht nur Charme verliehen, sondern auch strukturelle Probleme, die jeden Halter beschäftigen sollten. Der lange Rücken in Kombination mit den kurzen Beinen bedeutet eine enorme Hebelwirkung auf die Bandscheiben. Statistisch gesehen sind Diskushernien und degenerative Rückenerkrankungen bei Bassets überdurchschnittlich häufig. Ich kann das leider aus eigener Erfahrung bestätigen – bei Bruno wurde im Alter von sechs Jahren eine beginnende Bandscheibenvorwölbung diagnostiziert.

Die Symptome? Zunächst nur eine leichte Steifheit nach dem Aufstehen. Viele Halter halten das für normale Alterserscheinungen – ein fataler Irrtum. Ein Basset sollte niemals Treppen steigen müssen, wenn es sich vermeiden lässt. Er sollte auch nicht auf Möbel springen oder – das ist besonders wichtig – übergewichtige Lasten tragen. Jedes Kilo zu viel belastet die Bandscheiben dramatisch.

Erschwerend kommt hinzu: Die kurzen Beine bedeuten eine Gangart, die den Bewegungsapparat beansprucht. Die Vorderbeine sind oft gedreht, was zu Ellenbogendysplasie führen kann. Der Standard schreibt sogar eine leichte Drehung vor – eine Vorgabe, die in der Praxis bei überzüchteter Ausprägung zu schmerzhaften Gelenkproblemen führt.

Und dann sind da noch die Augen und die Ohren. Die hängenden Lider, die dem Basset seinen unverwechselbaren Gesichtsausdruck verleihen, begünstigen Entzündungen und Ektropium (auswärts gedrehte Lider). Die langen, schweren Ohren liegen direkt auf dem Boden auf, wenn der Hund mit der Nase arbeitet – ein Paradies für Bakterien und Hefepilze. Wer einen Basset hält, wird sich an regelmäßiges Ohrreinigen gewöhnen müssen. Bei Bruno war das wöchentliche Ritual Pflicht, sonst hatten wir innerhalb weniger Wochen eine dicke, dunkle Otitis, die mit Antibiotika behandelt werden musste.

Gesundheits-Check: Diese Untersuchungen sollten Sie verlangen

Wenn Sie überlegen, einen Basset Hound Welpen zu kaufen, dann haben Sie ein Recht darauf, dass der Züchter bestimmte Gesundheitsnachweise vorlegt. Und ich meine nicht nur den Standard-Papierkram. Die Rasse leidet unter einer Reihe von Erbkrankheiten, die sich mit modernen Tests vermeiden ließen – aber nur, wenn die Züchter sie auch durchführen.

Gesundheits-Check: Diese Untersuchungen sollten Sie verlangen

Ich erinnere mich an meine erste Züchterbesichtigung vor Jahren. Die Dame zeigte mir stolz ihre Welpen, die in einer dreckigen Box im Keller lebten. Auf meine Frage nach dem von-Willebrand-Test winkte sie ab: "So ein Quatsch, die sind alle gesund." Drei Jahre später erfuhr ich, dass einer ihrer Rüden an einer unerkannten von-Willebrand-Krankheit verblutet war – bei einer einfachen Krallenkorrektur. Es hätte ihn nicht viel gekostet, den Test zu machen. Er hat es nicht getan.

Ein seriöser Züchter lässt folgende Untersuchungen durchführen und kann die Ergebnisse auch vorweisen:

  • HD- und ED-Untersuchung (Hüft- und Ellenbogendysplasie) mit offiziellem Röntgenbericht
  • Augenuntersuchung auf erbliche Erkrankungen wie Katarakt oder Ektropium
  • Blutgerinnungstest auf von-Willebrand-Krankheit (vWD) und Thrombopathie
  • Patella-Untersuchung (Luxation der Kniescheibe)
  • Herzultraschall auf Dilatative Kardiomyopathie (DCM)

Preislich bewegen sich diese Untersuchungen bei Zuchttieren im Bereich von 300 bis 600 Euro pro Tier. Wenn ein Züchter Ihnen erzählt, dass das zu teuer sei, dann fragen Sie sich: Was kostet die Behandlung einer Ellenbogendysplasie? Eine Operation liegt schnell bei 1.500 bis 3.000 Euro. Und ein Hund mit chronischen Schmerzen? Das lässt sich nicht in Geld messen.

Die Kostenwahrheit: Ein Basset Hound ist kein Schnäppchen

Sprechen wir über Geld. Ein Basset Welpe von einem verantwortungsvollen Züchter kostet in Deutschland üblicherweise zwischen 1.200 und 1.800 Euro. Das mag teuer erscheinen, aber es deckt nur einen Bruchteil der Kosten, die auf Sie zukommen werden. Ich habe einmal eine detaillierte Aufstellung für Bruno gemacht – und war erschüttert.

Über eine Lebensdauer von etwa 10 bis 12 Jahren kommen folgende Positionen zusammen:

  • Erstausstattung (Körbchen, Leinen, Näpfe, Transportbox, Futterumstellung): 300–500 Euro
  • Futter: Hochwertiges Futter kostet etwa 70–120 Euro im Monat. Bei 11 Jahren ergibt das rund 9.000 bis 15.000 Euro. Ja, so viel.
  • Kastration (falls gewünscht): 300–500 Euro
  • Jährliche Impfungen, Wurmkuren, Vorsorgeuntersuchungen: 150–250 Euro pro Jahr, also etwa 1.700–2.800 Euro über die gesamte Lebenszeit
  • Ohrpflege und Pflegeprodukte: 100–200 Euro pro Jahr, da Otitis-ohnehin zur Standardroutine gehört
  • Zahnreinigung unter Narkose (früher oder später nötig): 300–600 Euro pro Behandlung
  • Unvorhergesehene Tierarztkosten (Verletzungen, Entzündungen, chronische Erkrankungen): Ein leicht konservativer Puffer von 2.000–4.000 Euro ist realistisch

In der Summe sind das 15.000 bis 25.000 Euro über das Leben des Hundes. Wenn Sie sich das nicht leisten können – und ich meine wirklich leisten, nicht mit Bauchschmerzen aufs Konto schauen –, dann kaufen Sie keinen Basset. Es wäre nicht fair gegenüber dem Tier, und es würde Ihnen das Herz brechen, wenn Sie wegen einer Rechnung die falsche Entscheidung treffen müssten.

Die Sturheit verstehen – oder: Warum Ihr Basset Sie ignoriert

Jetzt zum Verhalten. Ich höre immer wieder: "Bassets sind faul." Das ist falsch. Bassets sind energieeffizient. Sie sehen keinen Sinn darin, durch den Park zu sprinten, wenn das Ziel auch in gemütlichem Trab erreichbar ist. Und vor allem: Sie sehen keinen Sinn darin, auf ein Kommando zu hören, wenn ihre Nase etwas Interessanteres meldet.

Die Sturheit verstehen – oder: Warum Ihr Basset Sie ignoriert

Diese Kombination aus Intelligenz und Eigenständigkeit ist eine echte Herausforderung. In Studien zum Gehorsamsverhalten landen Bassets im unteren Drittel – nicht weil sie dumm wären, sondern weil sie nicht einsehen, warum sie gehorchen sollten. Ich habe Bruno beigebracht, auf "Sitz" und "Platz" zu hören – im Wohnzimmer. Im Garten funktionierte es vielleicht noch. Aber sobald wir vor der Tür standen und der Wind eine Fährte herüberwehte, war ich für ihn dekoratives Beiwerk.

Das bedeutet für Sie: Konsequentes Training von Welpenalter an ist unabdingbar. Und ich meine nicht das altmodische "Dominanzgetue", sondern moderne, belohnungsbasierte Methoden. Leckerlis wirken Wunder – aber sie müssen schon wirklich lecker sein. Ein müdes Stück Trockenfutter beeindruckt einen Basset nicht. Ich habe mit kleinen Stückchen gekochtem Hühnchen oder Käse gearbeitet, und selbst dann musste ich mich manchmal gegen die Konkurrenz einer interessanten Spur durchsetzen.

Wer einen Basset halten möchte, sollte folgende Grundregeln verinnerlichen:

  • Leinenpflicht in der Natur: Ausnahme ist ein sicher eingezäuntes Gelände. Alles andere ist fahrlässig.
  • Frühe Sozialisation: Bassets sind im Kern freundliche Hunde, aber unsozialisierte Exemplare können gegenüber Artgenossen dominant oder ängstlich werden.
  • Ruhige Konsequenz: Schreien oder gar körperliche Strafen machen alles schlimmer. Der Hund zieht sich zurück oder wird noch sturrer.
  • Auslastung der Nase: Eine halbe Stunde Nasenarbeit (z. B. Futter verstecken, Suchspiele) ermüdet einen Basset mehr als eine zweistündige Wanderung.

Was Sie bei der Haltung mit Kindern und anderen Tieren wissen müssen

Bassets sind in der Regel gutmütige Familienhunde, die Kinder erstaunlich viel durchgehen lassen. Brunos Geduld mit meinen Neffen war beachtlich – er ließ sich die Ohren ziehen, ohne zu knurren, stand aber irgendwann einfach auf und ging in sein Körbchen. Das ist typisch: Bassets wählen den Rückzug, nicht die Konfrontation.

Aber Vorsicht: Diese Toleranz hat Grenzen. Wie alle Hunde sollten sie niemals mit Kleinkindern allein gelassen werden. Und der Futterneid ist real. Ich habe miterlebt, wie ein ansonsten sanfter Basset seinen Napf gegen einen neugierigen Kinderfinger verteidigt hat – ein Knurren genügte, aber es hätte auch anders ausgehen können. Klare Regeln, wer wann frisst, sind essenziell.

Gegenüber anderen Hunden sind Bassets meist unkompliziert, gerade weil sie so entspannt sind. Mit Katzen kann es klappen, wenn sie früh zusammenleben – schließlich sind Bassets Jagdhunde, und ein flüchtendes kleines Fellwesen kann ihren Instinkt wecken. Und Vögel oder Kaninchen? Lassen Sie es besser gar nicht erst zu einer Begegnung kommen. Der Jagdtrieb auf Kleintiere ist tief verankert und lässt sich nicht wegzüchten.

Der richtige Züchter – und wie Sie die Spreu vom Weizen trennen

Ich habe eingangs erwähnt, dass ich Bruno abgeben musste. Der Grund war nicht böser Wille, sondern eine Lebenssituation, die sich änderte – und die Erkenntnis, dass mein Basset einen Garten und geregelte Auslaufzeiten brauchte, die ich ihm nicht mehr bieten konnte. Es war eine schmerzhafte Entscheidung, und sie hat mich gelehrt, wie wichtig eine ehrliche Selbsteinschätzung vor der Anschaffung ist.

Wenn Sie diesen Schritt trotzdem gehen möchten – und ich sage das nicht abschätzig, denn ein Basset kann das Leben ungemein bereichern –, dann hier meine Checkliste für einen verantwortungsvollen Züchter:

  • Besichtigung vor Ort: Der Züchter sollte Sie einladen, die Welpen zusammen mit der Mutter zu sehen. Wenn das nicht möglich ist oder Ausreden kommen, Finger weg.
  • Gesundheitsunterlagen: Die oben genannten Untersuchungen müssen vorliegen. Lassen Sie sich nicht mit "vom Tierarzt gecheckt" abspeisen – das ist etwas ganz anderes als ein HD-Röntgen mit offiziellem Befund.
  • Zuchtstätte: Die Hunde sollten im Haus oder in sauberen, beheizten Räumen leben. Dauerhafte Zwingerhaltung ohne Sozialkontakt ist ein Warnsignal.
  • Fragen des Züchters: Ein guter Züchter fragt Sie mindestens so viel, wie Sie ihn fragen. Er will wissen, wo der Hund leben wird, wer sich kümmert, ob Kinder im Haushalt sind. Wenn ihn das nicht interessiert, interessiert ihn nur das Geld.
  • Vertrag: Seriöse Züchter bieten einen Kaufvertrag mit Gesundheitsgarantie und oft auch der Verpflichtung an, den Hund im Notfall zurückzunehmen – nicht ins Tierheim zu schicken.

Und sprechen wir über den Elefanten im Raum: Qualzucht. Der Basset Hound ist in seiner heutigen Form umstritten. Die ausgeprägten Hautfalten, die hängenden Lider und die kurzen Beine sind nicht unerheblich für die Gesundheit. Es gibt Zuchtlinien, die mit extremen Falten und übertriebener Kurzbeinigkeit arbeiten – ein No-Go. Ein guter Züchter wählt Elterntiere aus, die einen moderaten, gesunden Typ repräsentieren, und nicht den, der auf Ausstellungen die meisten Punkte holt. Fragen Sie gezielt nach, wie der Züchter zu diesem Thema steht. Wenn er "Standard ist Standard" sagt, sollten Sie skeptisch werden.

Meine ehrliche Einschätzung: Für wen ist der Basset Hound geeignet?

Nach drei Jahren mit Bruno – den Höhen und vor allem den Tiefen – habe ich eine klare Meinung, und ich werde auf diesem Hügel sterben: Der Basset Hound ist kein Anfängerhund. Er ist charmant, gemütlich und liebenswert, aber er ist auch eigenwillig, laut (das berühmte Basset-Heulen müssen Sie einmal erlebt haben) und anspruchsvoll in der Pflege. Wer sich einen Basset zulegt, weil er "niedlich aussieht" oder "nicht so viel Bewegung braucht", der wird scheitern. Und der Hund wird darunter leiden.

Der ideale Basset-Halter ist:

  • Erfahren in der Hundeerziehung oder bereit, sich intensiv fortzubilden
  • Zeitlich flexibel, nicht an starre Bürozeiten gebunden
  • Finanziell abgesichert, um auch unerwartete Tierarztkosten zu stemmen
  • Geduldig – mit einer Portion Galgenhumor, denn ein Basset bringt einen regelmäßig zur Weißglut
  • Aktiv genug, um täglich 45 bis 60 Minuten Spaziergänge einzuplanen – aber nicht so sportlich, dass er vom Hund Wanderungen im Gebirge erwartet

Wenn Sie sich in dieser Beschreibung wiederfinden, dann könnte ein Basset Hound die beste Entscheidung Ihres Lebens sein. Diese Hunde haben ein Wesen, das einen nicht mehr loslässt. Bruno hatte diese Art, mich anzusehen – mit diesen riesigen, traurigen Augen –, die mir jedes Vergehen verziehen hat, bevor ich überhaupt wütend werden konnte. Und wenn er abends zufrieden neben mir auf dem Sofa lag, den Kopf auf meinen Oberschenkeln, dann war alle Anstrengung vergessen.

Aber ich werde nie vergessen, wie ich ihn das letzte Mal zu seinen neuen Besitzern gebracht habe, einer Familie mit großem eingezäunten Grundstück und zwei Kindern, die ihn über alles liebten. Er hat dort ein besseres Leben, als ich ihm bieten konnte. Und genau deshalb sage ich Ihnen: Denken Sie nicht nur daran, welchen Hund Sie möchten. Denken Sie auch daran, welcher Halter Sie sein können – und ob das für diesen besonderen, sturen, wunderbaren Nasentier genug ist.

Kilian Jung

Kilian Jung

Kilian Jung ist Journalist mit den inhaltlichen Schwerpunkten Finanzen und Immobilien, Frauen und Mode sowie Wirtschaft. Er berichtet seit fünfzehn Jahren über Aktienmärkte und Anlagestrategien, analysiert Immobilienmärkte, verfolgt Trendthemen der Modebranche und schreibt über unternehmerische Entwicklungen. Seine Arbeit erscheint in überregionalen Tageszeitungen und Fachmagazinen.

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